Arbeitsgemeinschaft für rheinische Musikgeschichte

2000 Jahre Musikgeschichte im Rheinland

Die Musikgeschichte des Rheinlands ist seit mehr als 2000 Jahren durch historische Quellen dokumentiert.

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2000 Jahre Musikgeschichte im Rheinland

Die Musikgeschichte des Rheinlands ist seit mehr als 2000 Jahren durch historische Quellen dokumentiert. Bereits die Musikkultur der römischen Antike im Rheinland lässt sich anhand von lokalen Instrumentenfunden und bildlichen Darstellungen erschließen. Diese werden heute in großer Zahl u.a. im Kölner Römisch-Germanischen Museum aufbewahrt. Seit dem Mittelalter nimmt die Fülle schriftlicher Dokumente zum Musikleben bis in die Gegenwart hinein kontinuierlich zu.

Die in der Zeitleiste abgebildeten Musikerinnen und Musiker stehen stellvertretend für unterschiedliche historische und musikkulturelle Stationen, ohne dabei die Vielfalt der Entwicklungen auch nur annährend repräsentieren zu können. Von den musizierenden Engeln aus dem Kölner Dom bis zu den  avantgardistischen und populären Musikstilen der Gegenwart reicht die illustrierte Zeitleiste der musikalischen Kulturen, denen sich die Arbeitsgemeinschaft für Rheinische Musikgeschichte widmet. Die Epoche des Barock vertritt hier im Bild der italienische Komponist, Diplomat und Titularbischof Agostino Steffani (1654-1728), der als Hofkapellmeister in München und Hannover wirkte, ehe ihn der pfälzische Kurfürst Johann Wilhelm zum Ratspräsidenten nach Düsseldorf berief. An der Düsseldorfer Hofoper gelangten Steffanis drei letzten Opern Arminio, Amor vien dal destino und Tassilone zur Uraufführung. Der berühmteste rheinische Musiker ist zweifellos der aus Bonn stammende Ludwig van Beethoven (1770-1827). Auch Clara Schumann (1819-1896) und Robert Schumann (1810-1856) wirkten ebenso wie der in Köln geborene Max Bruch (1838-1920) lange Jahre im Rheinland. Die steile Karriere des Bonner Pianisten Karlrobert Kreiten (1916-1943) nahm im Zweiten Weltkrieg ein jähes Ende: Er wurde wegen regimekritischer Äußerungen vom Volksgerichtshof zum Tode verurteilt und in Berlin-Plötzensee hingerichtet. Die Kölner Sängerin Nico (eigentlich Christa Päffgen, 1938-1988) stieß 1967 durch Andy Warhols Vermittlung zur New Yorker Band The Velvet Underground, ehe sie ihre Solokarriere startete. Nico gilt als prägende Gestalt für die Stilistiken des Dark Wave und Gothic.

Neuigkeiten

  • Das Bonner Beethoven-Haus 1933-1945. Eine rheinische Kulturinstitution im „Dritten Reich“, 17. Juni 2016, Bonn

    Die Arbeitsgemeinschaft für rheinische Musikgeschichte veranstaltet in Kooperation mit dem… » Details

  • Musik im preußischen Rheinland (1815–1918) – Interdisziplinäres Symposium, 25./26. Juni 2015, Köln

    „200 Jahre Preußen am Rhein“: Im Zuge des Wiener Kongresses… » Details

  • „Musik der mittelalterlichen Metropole. Räume, Identitäten und Kontexte der Musik in Köln und Mainz, ca. 900-1400“, internationale wissenschaftliche Tagung, 15.-18. Oktober 2014, Köln und Mainz

    Vom 15. bis 18. Oktober 2014 veranstaltet die Abteilung Musikwissenschaft… » Details


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